Wenn Hunde ungern Auto fahren ...
Ja, es gibt Hunde, die fahren nicht gern Auto.Die einen präsentieren ihr lecker Frühstücksdosenfutter gleich noch einmal, die anderen kläffen was das Zeug hält und die nächsten winseln mal lauter, dann leiser aber dennoch permanent vor sich hin.
Eigentlich gehört Jakob zur letzten Kategorie, die für den Fahrer wohl kaum weniger anstrengend ist als die anderen beiden.
Manchmal ergibt er sich auch seinem Schicksal und ist ruhig. Selten zwar, aber es kommt vor.
Ganz in dieser Hoffnung habe ich mir auch nichts dabei gedacht, als es neulich vergleichsweise still in meinem Auto zuging.
Man muß vielleicht dazu sagen, daß Jakob immer hinter dem Beifahrersitz im Fußraum gesichert mitfährt.
Sicher könnte man ihn auch in den Kofferraum packen, aber das mag ich aus verschiedenen Gründen nicht. Man müßte ihn z.B. immer reinheben, bräuchte ein Gitter, um ihn zu sichern und vor allen Dingen sollte für diese Art des Transports der Kofferraum auch wirklich Raum bieten und nicht von allen möglichen Dingen zugemüllt sein, die da hin und her fliegen. (Nicht daß es mein Zeug wäre, was da hin und her fliegt ...)
Anfangs hatten wir es in einer Transportkiste auf der Rückbank versucht, was dazu führte, daß Jakob völlig ausgerastet ist. Nur auf der Rückbank ohne Kiste behagte ihm allerdings auch nicht. So ist der hintere Fußraum noch für alle Beteiligten die streßfreiste Variante.
Jedenfalls saß er da und es war verdächtig ruhig. Nur ein Putzgeräusch habe ich vernommen und gesehen, daß sich der Gurt auf der Beifahrerseite bewegt. Mehr konnte ich nicht einsehen, ohne einen Unfall auf Berlins im Berufsverkehr ja ach so leeren Straßen zu provozieren.
Also dachte ich mir: Gut, der Hund putzt den Gurt. Wenn es ihn beruhigt und er nicht mehr winselt, soll er das machen.
Hätte ich mal lieber auf das Winseln bestanden ...
Denn beim Aussteigen ergab sich dann ein anderes Bild, als ich ursprünglich erwartet hatte:


Liebe Stiftung Warentest,
mein Hund schuldet mir einen Sicherheitsgurt.
Seine Prüfmethoden mögen ungewöhnlich sein, doch zeigen sie schnell die Schwächen bestimmter Materialien auf.
Vielleicht habt ihr bei euch einen Job für meinen Jakob, so daß er seine Schulden bei mir über sein verdientes Gehalt abstottern kann.
Angebote nehme ich gern entgegegn.
Danke!
Euer Senfbrötchen
Der Artikel wurde am 14.10.2010 von Bea veröffentlicht.
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Astrid aus Berlin (14.10.2010 - 17:44)
Lach...das Bild in Original zu sehen war noch besser...Jakob hat das betimmt nur gemacht, damit der Beifahrer jetzt immer hinten zum kraulen sitzen muss.

