Männer und andere Katastrophen - Bad unter
Bin ich die Einzige, die dieses Phänomen kennt (und hasst)?Gerade haben wir bei meinen Eltern eine Woche lang die Katze gehütet, damit der ältere Herr nicht in die Pension muss, sondern vor Ort betüddelt werden kann.
Logischer Weise duscht man(n) innerhalb einer Woche ja auch mal, vor allem wenn draußen gefühlte 50° im Schatten herrschen. Und schon war es wieder da - das Phänomen "Bad unter".
Wieso und vor allem wie um alles in der Welt schaffen es Männer immer, während des Duschens nicht nur sich und die Badewanne, sondern gleich das gesamte Bad (unabhängig von dessen Größe wohlgemerkt) unter Wasser zu setzen?
Beispiel: Bei meinen Eltern gibt es an der Badewanne keinen Duschvorhang. Gab es noch nie, warum auch immer. Wenn ich dort dusche, gibt es hinterher ein paar Wassertropfen außerhalb der Wanne - gerade so viele, dass man sie noch problemlos an seinen zwei Händen abzählen kann.
Duscht dagegen der Herr der Schöpfung, ist alles nass: Der Boden, die Wände, die Spiegel - einfach alles. "Gut", möge jetzt der Eine oder Andere mit einem Y-Chromosom denken, "man kann ja nun nicht von einem Mann auf alle schließen." Nur: Auch nach Duschaktionen meines Vaters oder Bruders sah das Bad immer so aus - da kann ich mich noch gut dran erinnern.
"Wenn da aber kein Duschvorhang hängt, kann mann doch aber gar nichts dafür", ist dann oft das nächste Argument.
Aber: Wieso klappt das dann bei mir und bei anderen Frauen. Und - jetzt kommt die Preisfrage - warum zum Henker gleicht auch unser heimisches Bad nach einer Duschsession Marke Mann immer einem Auwald? Und wir haben einen Duschvorhang!
Die Beantwortung dieser Frage ist im Prinzip ganz einfach: Ein Vorhang hält nur dann das Wasser innerhalb der Badewanne, wenn er selbst IN selbiger hängt. Dieser Zusammenhang ist nur leider nicht jedem Mann bekannt. Selbst Erklärungen, Skizzen und Vorführen am Objekt Duschvorhang selbst helfen da nicht weiter.
Auch ist es Männern offensichtlich fremd, sich IN der Dusche abzutrocknen. Die Tatsache, dass mann die Wanne dafür verlassen muss, hat sich mir allerdings in ihrem Sinn bisher noch nicht erschlossen.
Die Male, die ich mich fluchend aus einer Wasserlache hab aufrappeln müssen, weil ich auf den spiegelglatten Fliesen ausgerutscht bin, habe ich mittlerweile aufgehört zu zählen. Denn die Idee, wenigstens einen Teil des kühlen Nass mit einem Lappen oder Ähnlichem wieder aufzunehmen, kommt dem Mann als solchen ja dann auch wieder nicht.
Fazit: Die nächste Wohnung muss zwei Bäder haben - dann kann Er in seinem überschwemmen wie bei der Oderflut von 1997, mir ist's egal.
Der Artikel wurde am 21.07.2010 von Bea veröffentlicht.
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